Schule
Viele Patienten in der Forensischen Psychiatrie besitzen keinen Schulabschluss. Da die Chancen einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft auch vom Ausbildungsstand der Betroffenen abhängig sind, werden regelmäßige Unterrichtsstunden zum Ausgleich von Bildungsdefiziten durchgeführt. Die Teilnahme an den Kursen basiert auf Freiwilligkeit und die Zuordnung erfolgt je nach individueller Voraussetzung.
Ziel der schulischen Förderung ist es, die Voraussetzungen für den Erwerb beruflicher Qualifikationen zu schaffen. Das Spektrum des Unterrichts in der Klinik Nette-Gut erstreckt sich wie folgt über:
- Elementarbildung (Alphabetisierung)
- Basiskurs
- Aufbaukurs
- Vorbereitung auf den Hauptschulabschlusskurs
- Hauptschulabschlusskurs
- Allgemeinbildung
- EDV
- Englisch
- Deutsch als Fremdsprache
Neben der oben genannten Aufgabe der Resozialisierung hat die Schule auch therapeutische Bedeutung:In der Regel ist die Lerngeschichte der Patienten sehr negativ belastet. Schule ist für viele mit Schamgefühlen, Versagensängsten und Ängsten vor der Auseinandersetzung mit der Realität verbunden. Die Schule stößt daher über die Wissensvermittlung hinaus persönliche Entwicklungen an.
