Theaterpädagogik
Das theaterpädagogische Angebot der Klinik Nette-Gut soll den untergebrachten Patienten in erster Linie Raum geben, sich spielerisch mit sich selbst und ihrer Umgebung auseinander zusetzen. Durch den gezielten Einsatz praktischer Übungen sollen die Patienten zum Nachdenken und zur Diskussion angeregt, sowie für vorhandene Defizite und Stärken sensibel gemacht werden. Unbewusst ablaufende Verhaltensmuster können sichtbar gemacht, reflektiert und entsprechend verändert werden. Neben der klassischen Theaterwerkstatt, die im gemeinsamen kreativen Prozess Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit, Körperwahrnehmung, unterschiedliches Rollenverhalten, Vertrauen, Übernahme von Verantwortung sowie die Stärkung des Selbstwertes fördern möchte, wird in Absprache mit den einzelnen Stationen und den jeweiligen Patientengruppen zudem ein themenzentriertes Arbeiten angeboten. In festgelegten Gruppen werden entsprechend Themen wie z.B. Wahrnehmung, Kooperation, Vertrauen, Kommunikation, Abgrenzung, Aggression oder Konfliktbewältigung als separate Einheiten bearbeitet.
„Theaterpädagogik ... fordert und fördert den Menschen der spielt in seinem ganzheitlichen Erleben, in der kreativen Auseinandersetzung mit seinem Körper, seiner Stimme, seiner Sprache, seinen Gefühlen und seiner Sensibilität. Sie fördert in lustvollem Spiel Selbstkenntnis und Selbstbewusstsein des Einzelnen, mit dem Ziel, den anderen offen als Partner, als Mitglied einer Gemeinschaft zu erfahren ...“ (Rellstab, 2000, S.31)
