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Disszialität Psychopathie in den Maßregeln

Tagung Disszialität Psychopathie in den Maßregeln

25. Februar 2016

Mit seiner Entscheidung vom 4. Mai 2011 hat das Bundesverfassungsgericht enge Vorgaben für die Behandlung von Untergebrachten aufgestellt, die auch auf Strafgefangene mit angeordneter/vorbehaltener Sicherungsverwahrung (SV) und die Forensik übergreifen. Es handelt sich um Marschrouten für die Behandlung, die sicherstellen sollen, dass jederzeit die bestmögliche Behandlung erfolgt. In der Forensik hat der Fall Mollath im Jahre 2014 darüber hinaus ein Umdenken iniziiert und eine Reform der Unterbringung nach §§ 63, 64 StGB auf den Weg gebracht. Die freiheitsentziehenden Maßregeln müssen sich darauf konzentrieren eine Behandlung anzubieten, die intensiv und individuell ist und gewährleistet, dass die jeweilige Maßregel nur so lange vollzogen wird, wie unabwendbar. Der Maßstab für die Aufrechterhaltung der freiheitsentziehenden Maßregel ist dabei die noch vorhandene erhebliche Gefährlichkeit des Patienten/Untergebrachten. Lange galten Dissoziale und Psychopathen als unbehandelbar. In den letzten Jahren haben sich hier Veränderungen ergeben und es sind neue diagnostische und behandlerische Maßnahmen im Gespräch. Mitarbeitende in den rheinland-pfälzischen freiheitsentziehenden Maßregelvollzügen - SV und Forensik - haben nun damit begonnen, angesichts der besonderen therapeutischen Herausforderungen bei Dissozialität und Psychopathie, einen stärkeren Austausch und eine verstärkte Vernetzung zu betreiben.

Die Auftaktveranstaltung zu diesem Thema diente diesen Zielen. Aus diesem Grunde haben die Veranstalter durch Vorträge und Beiträge den gemeinsamen Austausch von Fachkräften aus unterschiedlichen Arbeitskontexten angestoßen, um so eine gute fachliche Grundlage für diese spezielle Herausforderung herzustellen.

Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Fachkräfte in der Forensik und der Sicherungsverwahrung aus Rheinland-Pfalz.

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